Häscher des Herodes
1) Es wird den Heiden ein Kind geboren,
Sein heiliger Name geht nit verloren.
2) Und als die neidischen Juden ’s gewahren,
Die machen sich auf, sie waren bald da.
Te Deum laudamus, Te Deum laudamus.
3) Sie gehen durch einen grünen Wiesenbruch,
Da gesehn sie nichts als einen Schäfersjung.
4) „Ach Schäfer, herzliebster Schäfer mein,
Hast du denn nit gesehen eine Frau, ’nen Mann? „
5) ‚Gleichwie ich die Lämmer geweidet han,
Da hab ich gesehn eine Frau, ’nen Mann.“
Sanctus Dominus Deus Sabaoth.
6) Sie gingen wohl durch ’nen grünen Wald,
Da fanden sie nichts als ’nen Jägersmann.
7) „Ach Jäger, herzliebster Jäger mein,
Hast du nit gesehen eine Frau, ’nen Mann? „
Pleni sunt cœli et terra.
8) ‚Gleichwie ich das Wild gejaget han,
Da hab ich gesehn eine Frau, ’nen Mann.
Gloria Patri et Filio et Spiritui sancto.
9) Gleich wie sie den grünen Wald ’rauskamen,
Da fanden sie nichts als einen Ackersmann.
10) Ach Ackermann, herzliebster Ackermann mein,
Hast du denn nit gesehen eine Frau, ’nen Mann? „
Sicut erat in principio et nunc et semper
et in saecula saeculorum. Amen.
Gesprochen: ‚Geht mir vom Stand, ihr Judenzeug!‘
11) Gleichwie der Bauer den Pflug anzieht,
Da steht schon sein Körnlein in völliger Blüt.
12) Gleichwie er die Egg herummerwälzt,
Da war sein Körnlein schon zur Sichel bereit.
13) Glückselig bist du, o Ackermann,
Der den Herrn Jesus nicht verleugnen kann.
Source :
« Verklingende Weisen, Lothringer Volkslieder », Louis Pinck, vol. 2, page 19 (voir bibliographie)