Der gute Hirt
Ich bin der gute Hirt.
Wie kann ich ruhig sein,
wenn sich ein Schaf verirrt,
mich rühret Angst und Pein.
Die ganze Herde lass ich stehn
und suche diesem nachzugehn.
Schäfelein, Schäfelein,
wo hast verlaufen dich ?
Ich traure dir, komm, folge mir,
warum betrübst du mich ?
Im Gebüsch und in den Hecken,
hab ich stets gesucht mit Fleiss,
konnt es aber nicht entdecken,
oft vergebens war mein Schweiss.
O, ihr Täler, o, ihr Felder,
o, ihr Eichen in den Wäldern,
ach, empfindet mein Geschrei ….,
Sagt, ob es nicht bei euch sei.
Source :
« Verklingende Weisen, Lothringer Volkslieder », Louis Pinck, vol. 2, page 31 (voir bibliographie)